EM-Laser bündelt die Kraft der Berge


Ein Laserstrahl zwischen Österreich und der Schweiz sollte die Kraft der Berge für einen EM-Sieg der beiden Gastgeber bündeln. Geholfen hat es zwar nichts – dafür sah es aber richtig gut aus.


Es sind manchmal die einfachen Ideen, die besonders viel Aufmerksam auf sich ziehen. Während die österreichische Fußballnationalmannschaft noch im Rennen war, konnte man zwischen Pfänder, dem Hausberg von Bregenz, und seinem majestätischen schweizer Äquivalent, dem Säntis, allabendlich einen gleißend hellen grünen Laserstrahl am Bodensee sehen.

Die Idee unter dem Motto „Kraft der Berge“ stammte von dem Bregenzer Künstler Gregor Koller, der mit diesem weithin sichtbaren Symbol Fußball und Kultur in Einklang bringen wollte. Die originelle Grundidee: Die Kraft der Berge sollte mit dem Laserstrahl gebündelt und auf die beiden Gastgebernationalmannschaften übertragen werden. Gemäß Koller, soll das Projekt der nur mäßig ausgeprägten Fußballeuphorie beider Länder etwas auf die Sprünge helfen und gleichzeitig über die zugehörige Website auf andere kulturelle Veranstaltungen im Rahmen der Euro08 aufmerksam machen.

Dazu installierte der süddeutsche Laserspezialist LOBO auf dem Pfänder einen grünen High-Power Laser, der mit speziellen Optiken versehen war, um die Distanz von über 40 Kilometern überbrücken zu können. Dank des Einsatzes dieses lichtstärksten Lasers auf dem Markt war die Sache also zumindest rein technisch gut gelöst und sah auch selbst über große Distanzen phänomenal aus. Es muß aber wahrscheinlich an dem mitunter sehr nebligen und regnerischen Wetter gelegen haben, dass die Energieübertragung auf die Spieler nicht immer perfekt gelang, womit zumindest erklären wäre, warum Österreich und die Schweiz nicht im Endspiel stehen werden.