Mutter Erde goes Multimedia


Mit „AMACEON“ schuf LOBO in einem ehemaligen Delfinarium des Holiday Parks eine der spektakulärsten fest installierten Multimedia-Shows Europas, die sogar das Publikum auf einer Fachmesse in Dubai in Staunen versetzte.


Der Wissenschaftler Dr. James Lovelock entwickelte in den siebziger Jahren die These, dass die Erde als ein großer lebender Organismus betrachtet werden kann. Dies inspirierte LOBOs Creative Director Alexander Hennig zu einer neuen Show: „Auch wenn Lovelocks Theorie ein bisschen abstrakt klingt und unter Fachleuten sicher nicht unumstritten sein mag, reden wir doch alle gerne ab und zu von „Mutter Erde“. Dies war für uns die perfekte Grundlage zu einer wirklich spannenden Showidee: Wer ist diese Mutter Erde? Wie sieht sie wohl aus? Wie steht sie zu uns Menschen?“

 

Die Antwort auf diese Fragen ist nun unter dem Namen „AMACEON“ im Holiday Park in Hassloch in Form einer opulent inszenierten Multimediashow zu sehen. Der Pfälzer Freizeitpark, der weit über die Landesgrenzen hinaus für Attraktionen mit herausragendem Erlebniswert bekannt ist, setzte für seine neue Top-Attraktion auf den international renommierten Laser- und Multimediaspezialist LOBO, der sich im Holiday Park auch jedes Jahr für die Realisierung des temporär über jeweils 8 Wochen präsentierten Open-Air Laserspektakels der Summernights verantwortlich zeichnet. Mit einem Investitionsvolumen in Millionenhöhe entstand innerhalb nur eines halben Jahres ein universell nutzbares Multimediatheater, das neben der Show AMACEON in Zukunft mit minimalem Aufwand auch im Wechselbetrieb mit anderen Programmen genutzt werden könnte.

 

Um die Besucher des Parks für rund 15 Minuten in eine Traumwelt fernab der Realität entführen zu können, ist der technische Aufwand hinter den Kulissen enorm:

 

4 Hochleistungs-Videoprojektoren mit insgesamt 29.500 Lumen sowie 4 Lasersysteme mit einer Gesamtleistung von rund 13 Watt und teils beweglich gelagerten Projektoren erzeugen vor einer hoch auflösenden, 24 m breiten Video-Panoramaprojektion Hologramm-ähnliche Laser- und Videoprojektionen auf eine Water Screen mit Schnellabschaltung. Doch damit noch lange nicht genug: Zur Perfektion des Erlebnisses bietet die neue Attraktion verschiedene Wasserfontäneneffekte, Wassernebler, Unterwasser-Feuereffekte, 8-Kanal-Surround-Sound, und eine ganze Armada bewegten und konventionellen Lichts. Wassersprinkler über den Zuschauern sowie eine Nebelanlage mit Windgeneratoren machen die Traum-Maschinerie perfekt. Gesteuert wird das multimediale Orchester von LOBO’s Echtzeit-Multimedia-Workstation LACON-5, die neben schnellen Programmwechseln auch eine denkbar einfache Bedienung des Systems garantiert.

 

Die Zuschauer werden Zeuge des Urknalls, der Schöpfung des Lebens und der Entstehung des Menschen. Mal schickt Mutter Erde Blitze und Feuer, mal spritzt die Zuschauer mit mächtigen Wasserfontänen nass; und immer wieder widmet sie sich spielerisch ihrem liebsten Geschöpf, dem Menschen. Dabei setzt Regisseur Hennig nicht auf flaches Erzähltheater oder gar belehrende Inhalte, sondern schuf Clip-ähnliche, mitunter auch abstrakt arrangierte Bildsequenzen mit symbolischer Aussagekraft. Hennig: „Man kann die Show auf vielen Ebenen erleben. Während die einen versuchen, die Show inhaltlich zu ergründen, werden sich andere einfach an der visuell opulenten Inszenierung freuen. Mit jedem Besuch wird man neue Details und andere Facetten der Show erkennen. Auf jeden Fall haben wir darauf geachtet, dass die Show Jung und Alt gleichermaßen fasziniert, denn wir wollten mit AMACEON schließlich eine echte Familienattraktion schaffen.“

 

Während über die Winterpause im Holiday Park die Umbauarbeiten und die Installation der Technik durchgeführt worden sind, machte sich LOBO’s Designteam an eine der aufwändigsten Showproduktionen der Firmengeschichte. Hennig: „Was mein Team unter enormem Zeitdruck innerhalb von nur 5 Monaten auf die Beine gestellt hat, ist wirklich beachtlich. Es galt die Arbeit von über 60 Mitwirkenden so zu synchronisieren, dass nach nicht einmal 4 Monaten zum Saisonstart eine erste lauffähige Version der Show stand und die endgültige Fassung nur eineinhalb Monate später an den Start gehen konnte. In diesem Zeitraum entstanden zunächst Storyboard und Produktionsplan, gefolgt von der kompletten Videoproduktion inklusive Casting, aufwändiger Blue-Box-Aufnahmen, zahlloser Computeranimationen auf Spielfilmniveau und dem äußerst komplexen Arrangement aller Videoelemente. Nicht zu vergessen, die gesamte Produktion der Laserinhalte inklusive räumlicher Strahleneffekte, 3D Laseranimationen und aufwändiger Zeichentrickpassagen, die zum Teil aus vielen Hundert Einzelbilder bestanden. Zur gleichen Zeit koordinierte mein musikalischer Leiter Roman Schütz die Komposition des Soundtracks, die Aufnahmen der Musiker, das Sounddesign und den Surround-Mix in einem Studio in Hamburg.“

 

Die meisten Showelemente entstanden in den LOBO Studios, wodurch wertvolle Produktionszeit eingespart werden konnte. Dennoch gab es auch viele Herausforderungen außerhalb des Hauses LOBO meistern. Darunter z.B. eine Blue-Box-Szene unter Wasser oder die aufwändigen Blue-Box-Aufnahmen von Sportlern, mit denen die Szenen rund um den Menschen realisiert worden sind. Hennig: „Wir waren froh, dass wir u.a. den Trampolin-Weltmeister Adam Götz und Alexander Otto, den mehrfachen Jugend- und Europameister im Mehrkampf für uns gewinnen konnten. Allerdings hatten wir anfänglich das Problem unterschätzt, dass wir für diese Aufnahmen nicht nur recht viel Breite für den Anlauf der Bodenturner, sondern auch neun Meter Höhe für die Trampolinspringer benötigten. Nach langer Suche haben wir letztlich eine geeignegte Location gefunden, an der wir für zwei Drehtage ein komplettes Blue-Box-Set aufgebaut haben.“

 

Verglichen mit der Showproduktion bei LOBO war dank des vereinheitlichten Steuerungskonzepts die Anpassung vor Ort innerhalb weniger Nächten recht rasch erledigt. Direkt nach der Abnahme der Show durch Parkchef Wolfgang Schneider, flog Regisseur Hennig nach Dubai, wo LOBO mit einer abgespeckten Variante von AMACEON das verwöhnte Fachpublikum der Messe „PALME“ zum Staunen brachte.

 

 

 

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