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LOBO kehrt Prolight + Sound den Rücken

Aufgrund der seit 2008 stetig rückläufigen Anzahl internationaler Kontakte wird LOBO ab 2013 nach 18 Jahren erstmals nicht mehr auf der Prolight + Sound vertreten sein. Auf anderen Messen ist das Unternehmen in gewohnter Größe präsent oder erweitert sogar sein Engagement. Darüber hinaus ist LOBO Gastgeber der ILDA 2013.

Für viele, die noch an die ersten Tage der Prolight + Sound in Frankfurt zurückdenken können, ist dies ein fast undenkbarer Schritt: LOBO, nicht irgendein, sondern der Aussteller der ersten Stunde, der mit gigantischen Shows die Messe anfangs mit spektakulären Events kräftig gepusht und über die folgenden 18 Jahre Generationen von Besuchern mit aufwändigen Shows in ihren Bann gezogen hat, ist plötzlich nicht mehr da. Ein Schritt, der Aussteller und Besucher sicher gleichermaßen aufhorchen lässt.

LOBOs Geschäftsführer Lothar Bopp zu den Hintergründen der Entscheidung: "Für uns ist der Schritt, uns von unrentablen Messen zu trennen, immer sehr schmerzhaft. Wir standen z.B. bei der SIB in Rimini und der Photokina in Köln einst vor ähnlichen Entscheidungen. In Rimini hatten wir immerhin Standflächen von meist über 1.000 m², auf unserem letzten Stand auf der Photokina sogar 1.500 m². In Frankfurt haben wir als Reaktion auf den Einbruch der für uns relevanten Kennzahlen die Standgrösse im letzten Jahr bereits etwas reduziert.

LOBO ist stärker als die meisten Aussteller auf internationale Märkte hin ausgerichtet. Wir erwirtschaften zwischenzeitlich über 80 % unseres Umsatzes im Ausland, davon sogar 75 % im außereuropäischen Ausland. Frankfurt war für uns viele Jahre lang ein ideales Sprungbrett in diese Märkte. Wir verzeichneten einst einen regen Zustrom von Besuchern aus Asien, den ehemaligen Ostblockländern sowie selbst aus Südamerika.

In Asien hat sich die Messe Frankfurt mit ihren Veranstaltungen im Ausland das Wasser selbst abgegraben; in anderen Regionen haben sich Alternativen zur Prolight + Sound etabliert. Darüber hinaus mussten wir aber in den letzten Jahren verstärkt feststellen, dass die Messe leider nicht einmal mehr vollumfänglich den deutschsprachigen Raum abzudecken vermag und speziell seit 2011 sehr starke Tendenzen in Richtung einer eher regional geprägten Messe zeigt. So konnten wir z.B. nicht einmal mehr in gewohntem Umfang Besucher aus Österreich und der Schweiz oder aus auch ehemals stark vertretenen Nachbarländern, wie zum Beispiel den Niederlanden, verzeichnen. Nennenswerte Zuwächse gab es allenfalls an Besuchern aus dem Rhein-Main-Gebiet.

War es schon immer eine Schwäche der Veranstalter, an Fachbesuchertagen Zutrittsbeschränkungen für allgemeines Publikum nicht konsequent umzusetzen, so hat sich dieser Trend in den letzten Jahren dramatisch verstärkt. Für einen Volumenanbieter, der stark auf den deutschen Markt fokussiert ist, mag so eine allgemeine Publikumsmesse sicher Sinn machen. Für einen international etablierten Premium-Anbieter, als der sich LOBO versteht, trifft dies sicher nicht zu."

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