Medienberichte

Wirtschaft Regional November 2011

"Innovationspreis Ostwürttemberg", "Noch nie waren so viele Hochkaräter unter den Bewerbern"

Innovationspreis Ostwürttemberg zum elften Mal in Heidenheim vergeben - Laudatoren loben die perfekt ausgearbeiteten Ideen und Patente der Sieger

Winfried Hofele und Sascha Kurz

Heidenheim: Zum elften Mal verliehen die Kreissparkassen Heidenheim und Ostalb, die IHK und die WiRO im Congress Centrum Schlossberg den Innovationspreis Ostwürttemberg 2010 in vier Kategorien an die Varta Microbattery GmbH Ellwangen, an die Lobo electronic GmbH Aalen, an die Carl Zeiss AG Oberkochen und an Schüler des Max-Planck- Gymnasiums Heidenheim.

"Mit dem Preis wollen WiRO, IHK und die beiden Kreissparkassen die Innovationskraft in der Region unterstützen, fördern und belohnen", sagte Dieter Steck, Vorstandsvorsitzender der ausrichtenden Kreissparkasse Heidenheim. 5000 Euro Preisgeldstehen für die Gewinner des Innovationspreises bereit. 48 Unternehmen und Einzelpersonen hatten sich um den Innovationspreis 20I0 beworben, 45 kamen in die Auswertung: "Noch nie gab es so viele hochkarätige Eingaben", sagte der Jury-Vorsitzende Klaus Moser (IHK), "vor allem in der Kategorie Patente hätten wir locker fünf Preise vergeben können."

Deshalb gab es in dieser Klasse auch zwei Preisträger. Den einen übergab WiRO-Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat Klaus Pavel an Herbert Schein, den CEO der Varta Microbattery GmbH, einen der bedeutendsten internationalen Batteriehersteller und Weltmarktführer. Von 530 Mitarbeitern arbeiten 150 in der Forschung und Entwicklung. Pavel: "Hier wurde ein enormes Know-how in den Zukunftstechnologien der Mikrobatterien aufgebaut." Ergebnis: zahlreiche Patente. So auch für Hörgerätebatterien.

Varta forsche mit VW hinsichtlich der Elektromobilität und an der nächsten Generation einer Lithium-Ionen-Zelle, sagte Pavel. Den Innovationspreis erhielt Schein für die "Gedruckte Batterie". Solche ultradünnen Flachbatterien werden in Chipkarten, Displays, Sensoren und anderen Applikationen in Taschenformat eingesetzt. Diese ultradünne Flachbatterie könnte auch bei EKG-Messungen und zur Insulinbestimmung auf den Körper des Patienten aufgeklebt werden oder sie könnten auf Feuerwehrkleidung vor giftigen Gasen warnen.

Ebenfalls in der Kategorie Patente zeichnete IHK-Präsident Helmut Althammer die Forscher Dr. Gerd Benner und Marko Matijevic von der Carl Zeiss AG aus. Um winzigste Zellstrukturen oder Viren im Nanobereich darstellen zu können, bedarf es Elektronenmikroskopen. Carl Zeiss habe es erstmalig geschafft, ein Phasenkontrast-Elektronenmikroskop zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Althammer: "Dr. Gerd Benner und Marko Matijevic ist der Kunstgriff gelungen, das in der Lichtmikroskopie angewendete Verfahren des Phasenkontrastes für die Elektromikroskopie nutzbar zu machen. Damit es heute möglich ist. Details von farblosem, durchsichtigem Zellmaterial im Nanobereich deutlich erkennbar zu machen." In der biologischen und medizinischen Forschung können nun Zellmembrane im Elektronenmikroskop sichtbar gemacht werden.

Carl Trinkl, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Ostalb, ehrte in der Kategorie "Wirtschaft" mit Lothar Bopp, dem Chef und Gründer der Aalener Lobo electronic GmbH, "eine kreative Persönlichkeit mit unternehmerischem Weitblick". Bopp habe es geschafft, mit seinem Unternehmen zum Weltmarktführer aufzusteigen, die "International Laser Display Association" (ILDA) habe Bopp im Jahr 20I0 für sein Lebenswerk die höchste Auszeichnung, den "Career Achievement Award" zukommen lassen. Der Lobo-Chef stehe aber noch nicht am Ende seiner aktiven Tätigkeit -Trinkl: "Von ihm ist noch viel zu erwarten. Wir haben mit Lothar Bopp einen Unternehmer, der mit einzigartigen Produkten und außergewöhnlichen Laser-Shows Standards setzt und dafür weltweit bekannt ist. Technik und Kreativität sind bei Lobo eine außerordentliche Symbiose eingegangen."

Heidenheims Landrat Hermann Mader ehrte die Schüler Thomas Mannal, Noah Merz, Carla Roesch und Simon Wozny vom Max-Planck-Gymnasium Heidenheim. Sie waren auf der Erfindermesse "iENA" in Nürnberg für ihre bei den Projekte mit einer Goldmedaille ausgezeichnet worden. Die Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 13 hatten ein Solarflugmodell sowie einen Schulroboter entworfen. Der von den Schülern entwickelte Roboter wäre sofort im Unterricht an allen Schulen des Landes einsetzbar. Das Solarflugzeug lässt auf Energieeinsparungen von manntragenden Flugzeugen von bis zu 30 Prozent schließen. "Wie aktuell solche Untersuchungen sind, zeigt der erst kürzlich stattgefundene Rekordversuch von Bertrand Piccard, der mit seinem Fluggerät einen neuen Langstreckenrekord für Solarflugzeuge aufstellte", sagte Hermann Mader.

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