Medienberichte

Schwäbische Post 13. September 1986

"Elektronisches Blitzgewitter über den Marktplatz", "Im gebündelten Licht des Laserstrahis: Der Aalener Spion und unser Pfeifle"

Gerade noch Dusel gehabt - Glanzvoller Festabend 850 Jahre Aalen

Aalen (-afn-). Der Himmel hatte (gerade noch) ein Einsehen mit dem Auftakt der 12. Reichsstädter Tage. Vielleicht mag auch die Händelsche Feuerwerksmusik, exzellent dargeboten vom Aalener Sinfonieorchester unter Leitung von Hans-Dietrich Naujoeks, dazu beigetragen haben, die gestern abends das erwartungsvolle Kopf an Kopf den Marktplatz füllende Publikum festlich stimmte, die bangen Blicke nach oben zu besänftigen, Jedenfalls obsiegte wieder einmal der grenzenlose Optimismus des Oberbürgermeisters: zumindest solange er die Gäste aus nah und fern zum Festabend der 850-Jahr-Feier begrüßte, brauchte noch keiner seinen Schirm aufzuspannen. Erst danach mußte sich Festorganisator Karl Troßbach als Schirmherr betätigen. Trotzdem - die Schleusen des Himmels öffneten sich erst, als die zuckenden Blitze aus der Laserkanone, die über die begeisterte, tausendköpfige Menge hinweggeschossen und auf der Riesenleinwand ein Stück Stadtgeschichte - vom Aalener Spion aus vergangener Zeit bis dem schmauchenden Pfeifle unserer Tage - gezeichnete hatte, verblaßt waren. Wir Aalener hatten wieder einmal einen mords Dusel gehabt.

Oberbürgermeister Pfeifle ließ in seiner Festansprache die Stadtgeschichte lebendig werden und sprach von der Freude, dass dieses 850 Jährige Jubiläum in einer Zeit gefeiert werden könne, in der äußerer und innerer Frieden in unserer Stadt herrsche. Sein besonderer Gruß galt den Gästen aus den ausländischen Partnerstädten aus St. Lo, Christchurch und Tatabanya, die er namentlich willkommen hieß. Sein Gruß galt in gleicher Weise den Bürgern aus dem Umland, die durch ihr Kommen ihre Verbundenheit mit den Aalenern bekundeten.

Der OB kam dann auf das Aalen von heute zu sprechen die Aufwärtsentwicklung auf vielen Gebieten kurzem eine Stadt, in der sich die Bürger zu Hause fühlen. Dankbar gedacht er der früheren Generationen, die mit den Boden für das heutige Aalen bereiten halfen. Sein Blick richtete sich dann nach vorn, wo sich für Aalen gute Entwicklungschance eröffnen. Er vergaß hierbei nicht das hervorragende Vereinsleben zu erwähnen, wie es sich gerade an den Reichsstädter Tagen aufs neue als Ausdruck besten Bürgersinns erweise. "Wichtig ist für die Zukunftauch, dass wir uns bemühen, künftigen Generationen unsere intakte Umwelt zu erhalten", Sein abschließender Dank galt allen, die derzeit an der Entwicklung unserer Stadt mitarbeiten.

Immer wieder brandete Beifall auf, als anschließend die Vertreter der Partnerstädte ihre Verbundenheit mit Aalen zum Ausdruck brachten: Bürgermeister Dr, Jean Patounas aus St. Lo. der die deutsch-französische Freundschaft hochleben ließ und Mr. Bond. der Präsident des Round Table Clubs aus Christchurch. der die Grüße des dortigen Bürgermeisters überbrachte. Landrat Dr. Winter würdigte als stolzer Bürger Aalens die Entwicklung der Kreisstadt auf vielen Gebieten und unterstrich dass davon auch die Bürger des gesamten Ostalb Kreises profitierten, Die Aalener hätten insbesondere durch das Finanzierungsmodell für das Thermalbad ein Beispiel für überzeugenden Bürgersinn gegeben.

Danach wurde es Dunkel Die Spannung stieg. Dann zuckte plötzlich das gebündelte Licht der Laser· strahlen über den Marktplatz, wurde zurückgestrahlt und vervielfältigt durch aufgehängte Prismenkugeln und Spiegel simulierte Sternenglanz über dem Kopfgewirr und ließ auf der Riesenleinwand Fixpunkte der Stadtgeschichte lebendig werden: die Silhouette der St. Johannkirche, des Bürgerspitals, der mittelalterlichen Stadt samt dem pfeichenrauchenden Spion, der lndustrieentwicklung mit Zahnrädern und der Eisenbahn. Und schließlich ein großer Sprung in die Neuzeit mit den Umrissen des neuen Rathauses und wieder einem prägnanten Kopf, dem Pfeifle unserer Tage. Die Zuschauer reagierten begeistert. Immer wieder brandete Beifall auf. So was hatte mitten in der Stadt noch keiner erlebt Das elektronische Zeitalter er wies der Historie unserer Stadt effektvoll seinen Tribut

 

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